Kaum beschwert man sich über den Führerschein, der viel zu lange braucht, kommt er prompt heute in einem Einschreiben.
Voller Begeisterung öffnete ich den Brief mit dem besten Brieföffner den ich auf die Schnelle auftreiben konnte - einem Messer - und sah voller erstaunen ... zwei zusammengetackerte Blätter.
Wiedermal naiv von mir davon auszugehen, dass man für 30€ so etwas bekommt wie ... naja, einen Führerschein. Halt, diese auf Visakartengröße geformten Plastikteile.
Also, wer eine dieser Übersetzungen beantragt, sollte nicht mit zu viel rechnen.
Vielleicht eine generelle Einstellungssache, aber um dies nun auszudikutieren bin ich zu faul.
Mit dieser Erkenntnis.
じゃあまた。
PS: Ich habe die Karte von gestern nochmal aktualisiert. Ich habe mich im Distrikt vertan, war also nicht mehr in Nakamichi (中道). Nun habe ich die richtige Stelle und bin noch begeisteter, denn die Bahnanbindung an die Kanjo-sen ist näher als gedacht. Erfolg.
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Dienstag, 8. Juli 2008
Montag, 7. Juli 2008
Die Qual mit dem Führerschein
Langsam ist es mal wieder Zeit für einen neuen Eintrag. Es haben sich auch einige Sachen getan ... mehr oder weniger.
Vor einiger Zeit fand ich heraus, dass man sich mit einer Übersetzung eines gültigen deutscchen Führerscheins auch in Japan ans Steuer setzen darf. Theoretisch muss man nur eine beglaubigte Kopie inkl. 30€ und 3,05€ in Form von Briefmarken an das deutsche Generalkonsulat Osaka-Kobe schicken, und bekommt einen übersetzen Führerschein zurück geschickt.
So geschah es, dass ich am 16. Juni so einen Brief, bestückt mit 33,05€ an das Generalkonsulat sandte und bis heute ... absolut nichts in den Händen halte.
Natürlich habe ich den Brief als Einschreiben geschickt, um zurückverfolgen zu können, wo er sich befindet. In Japan ist er am 18. Juni angekommen, aber seitdem wie vom Erdboden verschluckt. Ende letzter Woche habe ich mich über das Kontaktforumlar auf eben jener Seite des Konsulats gemeldet, doch auch hier steht eine Antwort noch aus.
Somit ist diese Operation scheinbar komplett misslungen. Ich muss mir überlegen, ob ich noch mal einen Führerschein beantragen werde - oder es zumindest versuche.
Erfreulicheres Thema:
Gestern morgen bekam ich eine Antwort, die schon länger ausstand und über die ich mich sehr freue. Ich habe nun nämlich die genaue Adresse der Familie, bei der ich länger wohnen werde, sobald meine Rundreise mit Marco-Polo vorbei ist.
Mishima-san und seine Freundin wohnen in Osaka, soweit wusste ich es schon, doch nun weiß ich auch, dass mein Wohnort in Higashinari-ku sein wird.
Um euch einen Einblick zu gewähren, hier die Karte:
Größere Kartenansicht
Ich wohne also nur einen kurzen Fußmarsch von der Burg Osaka (大阪城) entfernt, habe in meiner Nähe einen buddhistischen Tempel und direkte Anbindung an die Osaka Circle Line der JR West.
Mit ihr kann ich also einen Großteil Osakas erreichen und um es für mich leichter zu machen, eine ICOCA beziehen.
Die ICOCA ist eine Prepaidkarte für das JR-West-Zugsystem und ermöglicht es für 1500 Yen zu reisen. Was aber nicht unbedingt lange halten muss, da eine Reise von 1-3km, meines Wissens nach, schon 200 Yen kostet. Aber es erübrigt sich zumindest das ständige Ticketziehen.
Das Maskottchen der ICOCA (in Japan läuft glaube ich nichts ohne Maskottchen ist ein Schnabeltier und heißt イコちゃん (Ikochan). Die ICOCA wird auch 行こっか (ikokka) genannt, was so viel bedeutet wie "Gehen wir?". Süß.
Ich muss sagen, dieses Wissen lässt es mich noch weniger aushalten, bis ich nach Japan kann.
Vor einiger Zeit fand ich heraus, dass man sich mit einer Übersetzung eines gültigen deutscchen Führerscheins auch in Japan ans Steuer setzen darf. Theoretisch muss man nur eine beglaubigte Kopie inkl. 30€ und 3,05€ in Form von Briefmarken an das deutsche Generalkonsulat Osaka-Kobe schicken, und bekommt einen übersetzen Führerschein zurück geschickt.
So geschah es, dass ich am 16. Juni so einen Brief, bestückt mit 33,05€ an das Generalkonsulat sandte und bis heute ... absolut nichts in den Händen halte.
Natürlich habe ich den Brief als Einschreiben geschickt, um zurückverfolgen zu können, wo er sich befindet. In Japan ist er am 18. Juni angekommen, aber seitdem wie vom Erdboden verschluckt. Ende letzter Woche habe ich mich über das Kontaktforumlar auf eben jener Seite des Konsulats gemeldet, doch auch hier steht eine Antwort noch aus.
Somit ist diese Operation scheinbar komplett misslungen. Ich muss mir überlegen, ob ich noch mal einen Führerschein beantragen werde - oder es zumindest versuche.
Erfreulicheres Thema:
Gestern morgen bekam ich eine Antwort, die schon länger ausstand und über die ich mich sehr freue. Ich habe nun nämlich die genaue Adresse der Familie, bei der ich länger wohnen werde, sobald meine Rundreise mit Marco-Polo vorbei ist.
Mishima-san und seine Freundin wohnen in Osaka, soweit wusste ich es schon, doch nun weiß ich auch, dass mein Wohnort in Higashinari-ku sein wird.
Um euch einen Einblick zu gewähren, hier die Karte:
Größere Kartenansicht
Ich wohne also nur einen kurzen Fußmarsch von der Burg Osaka (大阪城) entfernt, habe in meiner Nähe einen buddhistischen Tempel und direkte Anbindung an die Osaka Circle Line der JR West.
Mit ihr kann ich also einen Großteil Osakas erreichen und um es für mich leichter zu machen, eine ICOCA beziehen.
Die ICOCA ist eine Prepaidkarte für das JR-West-Zugsystem und ermöglicht es für 1500 Yen zu reisen. Was aber nicht unbedingt lange halten muss, da eine Reise von 1-3km, meines Wissens nach, schon 200 Yen kostet. Aber es erübrigt sich zumindest das ständige Ticketziehen.
Das Maskottchen der ICOCA (in Japan läuft glaube ich nichts ohne Maskottchen ist ein Schnabeltier und heißt イコちゃん (Ikochan). Die ICOCA wird auch 行こっか (ikokka) genannt, was so viel bedeutet wie "Gehen wir?". Süß.
Ich muss sagen, dieses Wissen lässt es mich noch weniger aushalten, bis ich nach Japan kann.
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Samstag, 17. Mai 2008
Der Reisepass ist da
"Das wird so etwa 4 Wochen dauern." Mit diesen Worten verabschiedete die nette Frau im Bürgerbüro mich und meine Mutter, als ich meinen Reisepass beantragte und sie ihren verlorenen Perso.
Wenn ich auf den letzte Eintrag schaue, sind es jetzt etwas mehr als 2 Wochen gewesen, die ich warten musste. Ich mein, ich will mich nicht beschweren, je eher desto besser, doch wenn ich bedenke, wie sehr man mich gedrängt hat nun endlich mal den Reisepass zu beantragen, ist das ganze doch wohl eher ein Witz.
Momentan beantragen wohl nicht so viele Leute ihre Reisepässe, daran scheint es wohl zu liegen. Erst, wenn Karl-Heinz aus Castropp-Rauxel bemerkt, dass er für seinen in zwei Wochen beginnenden Thailandurlaub einen dieser heiligen Pässe benötigt, wird er seinen Arsch ins Rathaus bewegen und einen beantragen - und der Großteil macht es ihm gleich für die Sommerferien. In der Zeit hätte ich mit Sicherheit mehr als 4 Wochen warten müssen, denn der Bürokratiestau wird das zuständige Amt in Berlin förmlich ersticken.
Den Brief, der mir mitteilte, dass mein Reisepass aus Berlin (hohoho) angekommen ist, erhielt ich gestern, also heute mal zum Bürgerbüro gefahren um das Teil abzuholen.
Was mich seit geraumer Zeit dort fasziniert hat ist ein Counter, um Ordnung in die wartende Menge zu bringen. Jedes Mal als ich dort war, war so gut wie nix los - meistens absolut nix. Darum dachte ich lange Zeit, dieser Counter wäre eine Investition gewesen, die unsere Stadt so gerne tätigt, und am Ende keine Funktion hat. Z.B. gibt es in unserer Schule seit geraumer Zeit einen Flatscreen über den Vertretungsplänen. Wozu?
Das weiß niemand. Auch wenn ich jetzt kein Schüler mehr am Amplonius-Gymnasium bin und nicht mehr für die Zukunft sprechen kann, war der Bildschirm in dem ganzen Halbjahr, das er dort hing, nicht einmal in Betrieb gewesen. Sehr gut gemacht, Herr Rektor.
Heute erfuhr ich jedoch, dass der Counter sehr wohl einen Sinn hatte. Das Bürgerbüro hat Samsatags nur von 10 - 12 Uhr auf und das aus gutem Grund, denn man darf locker eine Stunde dran hängen, in der die Leute abgearbeitet werden, die noch warten.
Ich war die Nummer 177, wobei ich nicht weiß, ob der Counter täglich oder wöchentlich zurückgesetzt wird - ich vermute eher letzteres.
Ich wartete und wartete. Von halb 12 bis etwa viertel nach 12. Meine Vision: "Rein, Pass abholen, raus" war naiv.
Als ich reinkam waren gerade 166 und 167 an der Reihe und der Warteraum explodierte völlig. Leute aller Altersgruppen entschlossen sich an diesem Tag ihre städtischen Geschäfte zu erledige. Hier ein verlorener Personalausweis, dort ein Kind, das eingetragen werden muss und was weiß ich nicht alles.
Nachdem das Bürgerbüro geschlossen hatte (die Beamtin hatte es um 12 übrigens sehr eilig die beiden Zugänge abzuschließen), kam ich endlich an die Reihe und meine Geduld wurde mit einer Bearbeitungszeit von einer Minute belohnt. Eine Unterschrift später besaß ich meinen ersten gültigen Reisepass der Bundesrepublik Deutschland.
Und was mir direkt auffiel. Das schöne Foto, das ich hab machen lassen ist im Reisepass völlig vergilbt. Es hätte aus den 70ern sein können, mir hätte nur die passende Hornbrille gefehlt. Ein andern Mal.
Entdeckung der Woche:
エアセックス (Air Sex) ist eine Erfindung aus Japan, die es sogar dem leidenschaftlichsten Dauersingle ermöglicht seine Gelüste auszuleben.
Das größte Defizit an Sex wird bei Air Sex ausgebügelt, denn man braucht keine Frau dazu. Einfach die Fantasie spielen lassen und sich einbilden man hätte Sex, dazu die passenden Bewegungen machen oder die imaginäre Partnerin einfach zum Höhepunkt bringen. Das ist doch mal klasse.
Und das Beste: man kann seine Künste vor einem Publikum vorführen und kann sogar zum Champion gekürt werden. Der Preis ist vermutlich eine Nacht im Puff. Juchee.
Wenn ich auf den letzte Eintrag schaue, sind es jetzt etwas mehr als 2 Wochen gewesen, die ich warten musste. Ich mein, ich will mich nicht beschweren, je eher desto besser, doch wenn ich bedenke, wie sehr man mich gedrängt hat nun endlich mal den Reisepass zu beantragen, ist das ganze doch wohl eher ein Witz.
Momentan beantragen wohl nicht so viele Leute ihre Reisepässe, daran scheint es wohl zu liegen. Erst, wenn Karl-Heinz aus Castropp-Rauxel bemerkt, dass er für seinen in zwei Wochen beginnenden Thailandurlaub einen dieser heiligen Pässe benötigt, wird er seinen Arsch ins Rathaus bewegen und einen beantragen - und der Großteil macht es ihm gleich für die Sommerferien. In der Zeit hätte ich mit Sicherheit mehr als 4 Wochen warten müssen, denn der Bürokratiestau wird das zuständige Amt in Berlin förmlich ersticken.
Den Brief, der mir mitteilte, dass mein Reisepass aus Berlin (hohoho) angekommen ist, erhielt ich gestern, also heute mal zum Bürgerbüro gefahren um das Teil abzuholen.
Was mich seit geraumer Zeit dort fasziniert hat ist ein Counter, um Ordnung in die wartende Menge zu bringen. Jedes Mal als ich dort war, war so gut wie nix los - meistens absolut nix. Darum dachte ich lange Zeit, dieser Counter wäre eine Investition gewesen, die unsere Stadt so gerne tätigt, und am Ende keine Funktion hat. Z.B. gibt es in unserer Schule seit geraumer Zeit einen Flatscreen über den Vertretungsplänen. Wozu?
Heute erfuhr ich jedoch, dass der Counter sehr wohl einen Sinn hatte. Das Bürgerbüro hat Samsatags nur von 10 - 12 Uhr auf und das aus gutem Grund, denn man darf locker eine Stunde dran hängen, in der die Leute abgearbeitet werden, die noch warten.
Ich war die Nummer 177, wobei ich nicht weiß, ob der Counter täglich oder wöchentlich zurückgesetzt wird - ich vermute eher letzteres.
Ich wartete und wartete. Von halb 12 bis etwa viertel nach 12. Meine Vision: "Rein, Pass abholen, raus" war naiv.
Als ich reinkam waren gerade 166 und 167 an der Reihe und der Warteraum explodierte völlig. Leute aller Altersgruppen entschlossen sich an diesem Tag ihre städtischen Geschäfte zu erledige. Hier ein verlorener Personalausweis, dort ein Kind, das eingetragen werden muss und was weiß ich nicht alles.
Nachdem das Bürgerbüro geschlossen hatte (die Beamtin hatte es um 12 übrigens sehr eilig die beiden Zugänge abzuschließen), kam ich endlich an die Reihe und meine Geduld wurde mit einer Bearbeitungszeit von einer Minute belohnt. Eine Unterschrift später besaß ich meinen ersten gültigen Reisepass der Bundesrepublik Deutschland.
Und was mir direkt auffiel. Das schöne Foto, das ich hab machen lassen ist im Reisepass völlig vergilbt. Es hätte aus den 70ern sein können, mir hätte nur die passende Hornbrille gefehlt. Ein andern Mal.
Entdeckung der Woche:
エアセックス (Air Sex) ist eine Erfindung aus Japan, die es sogar dem leidenschaftlichsten Dauersingle ermöglicht seine Gelüste auszuleben.
Das größte Defizit an Sex wird bei Air Sex ausgebügelt, denn man braucht keine Frau dazu. Einfach die Fantasie spielen lassen und sich einbilden man hätte Sex, dazu die passenden Bewegungen machen oder die imaginäre Partnerin einfach zum Höhepunkt bringen. Das ist doch mal klasse.
Und das Beste: man kann seine Künste vor einem Publikum vorführen und kann sogar zum Champion gekürt werden. Der Preis ist vermutlich eine Nacht im Puff. Juchee.
Dienstag, 29. April 2008
Ohne geht's nicht.
Wenn man in Europa verreisen will, schnappt man sich sein Portmonaie, ein Auto, ein oder zwei Koffer (weibliche Reisende vielleicht auch drei) und kann theoretisch drauf los fahren. Möglichkeiten hat man genug: In den ehemaligen Ostblock, wo es leicht ist weibliche Bekanntschaften für einen kleinen Obolus zu machen, Skiurlaub in Österreich oder der Schweiz, wer Lust hat, kann in Frankreich Mickey Maus "Guten Tag" sagen, oder in den Niederlanden lecker Kaffee trinken - und so manch anderes konsumieren. Yummie.
Wer aber dann schon mal weiter weg möchte, zum Beispiel nette Bekanntschaften in Thailand machen, Tom Cruises Hand schütteln wollte (oder die eigene ins Gesicht schlagen), der braucht da mehr als nur seinen Personalausweis. Einen guten altmodischen Reisepass. Gültig für 10 Jahre, kann man reisen wohin man möchte, unter anderem auch nach Japan. Wo ich ja übrigens hin möchte.
Ohne mich jetzt großartig zu informieren bin ich schon mal vor einer Woche im Stadtbüro gewesen, habe mir ein Passfoto mitgenommen und erfahren, dass das so nicht funktioniert.

Für einen international gültigen Reisepass braucht man nämlich ein biometrisches Foto.
Klingt unglaublich cool, ist aber nur ein Foto mit bestimmten Vorgaben der Perspektive.
Also, gestern zum Fotografen gerannt und mir so ein Foto organisiert
Freundlich schauen ist auf diesen Fotos verboten. Nicht, dass das Ausland keinen Humor hat, aber das Gesicht darf keine Falten aufweisen, die normalerweise nicht vorhanden sind. Für die ältere Generation minder schlimm, denn bei fortschreitendem Gesichtsverfall fällt sowas nicht so sehr auf. Doch ich bin jung, meine Haut noch frisch und grinsen ist mir gesetzlich nicht gestattet. Schade.
10 Euro kosten vier dieser sympathischen Passfotos, hält sich also noch in Grenzen.
Happig wird es erst im Bürgerbüro. Nicht, dass ein Reisepass für 37 Euro viel ist, angesichts der Reisekosten von über 2000 Euro, aber ich hätte mit weniger gerechnet.
Nun gut, Vater Staat braucht Geld, und als Abiturient hat man es ja.
Biometrisches Foto, schön und gut, doch um die Heimat verlassen zu dürfen reicht das nicht. Beckstein wird sich freuen, denn von nun an sind meine Fingerabdrücke in der Datenbank der Bundesrepublik erfasst. Glückwunsch.
Was tut man nicht alles für seine Traumreise.
Knapp 50 Euro ärmer, aber in Händen habe ich das Teil nicht. 4 Wochen Bearbeitungszeit sind im Preis mit inbegriffen.
Warum?
Ich weiß es nicht. Darf ich den Erzählungen eines Bekannten glauben, organisierte er sich nicht rechtzeitig einen Reisepass und ließ sich einen "vorläufigen" Reisepass ausstellen. Der kostete 10 Euro mehr, sah aber, laut seiner Aussage, aus wie der richtige Reisepass.
Sei es drum. Solange ich den Pass vor meiner Abreise bekomme, kann sich die zuständige Beamtin von mir aus Zeit lassen. Soll sich ja nicht überarbeiten, die Liebe.
Wer aber dann schon mal weiter weg möchte, zum Beispiel nette Bekanntschaften in Thailand machen, Tom Cruises Hand schütteln wollte (oder die eigene ins Gesicht schlagen), der braucht da mehr als nur seinen Personalausweis. Einen guten altmodischen Reisepass. Gültig für 10 Jahre, kann man reisen wohin man möchte, unter anderem auch nach Japan. Wo ich ja übrigens hin möchte.
Ohne mich jetzt großartig zu informieren bin ich schon mal vor einer Woche im Stadtbüro gewesen, habe mir ein Passfoto mitgenommen und erfahren, dass das so nicht funktioniert.
Für einen international gültigen Reisepass braucht man nämlich ein biometrisches Foto.
Klingt unglaublich cool, ist aber nur ein Foto mit bestimmten Vorgaben der Perspektive.
Also, gestern zum Fotografen gerannt und mir so ein Foto organisiert
Freundlich schauen ist auf diesen Fotos verboten. Nicht, dass das Ausland keinen Humor hat, aber das Gesicht darf keine Falten aufweisen, die normalerweise nicht vorhanden sind. Für die ältere Generation minder schlimm, denn bei fortschreitendem Gesichtsverfall fällt sowas nicht so sehr auf. Doch ich bin jung, meine Haut noch frisch und grinsen ist mir gesetzlich nicht gestattet. Schade.
10 Euro kosten vier dieser sympathischen Passfotos, hält sich also noch in Grenzen.
Happig wird es erst im Bürgerbüro. Nicht, dass ein Reisepass für 37 Euro viel ist, angesichts der Reisekosten von über 2000 Euro, aber ich hätte mit weniger gerechnet.
Nun gut, Vater Staat braucht Geld, und als Abiturient hat man es ja.
Biometrisches Foto, schön und gut, doch um die Heimat verlassen zu dürfen reicht das nicht. Beckstein wird sich freuen, denn von nun an sind meine Fingerabdrücke in der Datenbank der Bundesrepublik erfasst. Glückwunsch.
Was tut man nicht alles für seine Traumreise.
Knapp 50 Euro ärmer, aber in Händen habe ich das Teil nicht. 4 Wochen Bearbeitungszeit sind im Preis mit inbegriffen.
Warum?
Ich weiß es nicht. Darf ich den Erzählungen eines Bekannten glauben, organisierte er sich nicht rechtzeitig einen Reisepass und ließ sich einen "vorläufigen" Reisepass ausstellen. Der kostete 10 Euro mehr, sah aber, laut seiner Aussage, aus wie der richtige Reisepass.
Sei es drum. Solange ich den Pass vor meiner Abreise bekomme, kann sich die zuständige Beamtin von mir aus Zeit lassen. Soll sich ja nicht überarbeiten, die Liebe.
Der Weg ist das Ziel
はじめまして、みんなさま.
Mein Name ist Tobias und ich komme aus der Nähe des wunderschönen Rheinbergs bei Düsseldorf. Dass es bis Düsseldorf eine halbe Stunde Autofahrt ist, ändert nichts an der Tatsache, dass unser Städtchen bundesweit unter dieser Bezeichnung - wenn nicht bei jedem - immerhin bei so manchem bekannt ist.
20 Lenze zähle ich und die Gründe, weshalb ich diesen Blog gestartet haben sind zweierlei:
1. plagt den typischen Abiturienten in der Zeit kurz nach den Prüfungen doch die Langeweile - aus diesem Grund werden so viele Blogs erstellt, also weshalb sollte ich da eine Ausnahme bilden? - und 2. möchte ich in diesem Blog meine Vorbereitungs- und die letztendliche Zeit in Japan festhalten und jedem, der an so etwas Interesse hat, zur Verfügung stellen.
Am 27. August diesen Jahres ist es soweit und ich verlasse good ol' Germany für satte vier Wochen, um meine Neugier zu stillen. Denn für einen Jungen, der selten seine Heimat verlassen hat (abgesehen von Kurztripps nach Holland und Hotelurlauben auf Mallorca) ist es schon etwas besonderes seine Zeit in der Ferne zu verbringen.
Aber fangen wir am Anfang an:
Mit Mangas und Animes eröffnete sich die Kultur meinen kindlich-naiven Augen, doch mit dem Alter kam das Interesse an anderen Dingen. Land und Leute, die Geschichte des Landes wurden wichtiger und ich fand viel gefallen an der Sprache.
Etliche Stunden zu Hause vor Büchern und einen VHS-Kurs später konnte ich sogar nach der Uhrzeit fragen, doch in der Endphase meiner Schulzeit war das Abitur wichtiger und so setzte ich einige Monate aus.
Jetzt fange ich wieder an, und diesen Lernprozess, sowie das drumherum meiner Reiseplanung schildere ich hier.
Denn zu der Rundreise mit einer Gruppe von Marco-Polo, habe ich das Glück Bekannte in Osaka zu haben, die mir angeboten haben, bis Ende Oktober bei ihnen zu wohnen. Und diese Zeit gilt es zu füllen.
Für Anregungen oder Hilfen bin ich immer dankbar.
Da es nun spät ist, beginne ich morgen mit dem ersten Eintrag.
ありがとう、みんなさま。じゃあまた。
Mein Name ist Tobias und ich komme aus der Nähe des wunderschönen Rheinbergs bei Düsseldorf. Dass es bis Düsseldorf eine halbe Stunde Autofahrt ist, ändert nichts an der Tatsache, dass unser Städtchen bundesweit unter dieser Bezeichnung - wenn nicht bei jedem - immerhin bei so manchem bekannt ist.
20 Lenze zähle ich und die Gründe, weshalb ich diesen Blog gestartet haben sind zweierlei:
1. plagt den typischen Abiturienten in der Zeit kurz nach den Prüfungen doch die Langeweile - aus diesem Grund werden so viele Blogs erstellt, also weshalb sollte ich da eine Ausnahme bilden? - und 2. möchte ich in diesem Blog meine Vorbereitungs- und die letztendliche Zeit in Japan festhalten und jedem, der an so etwas Interesse hat, zur Verfügung stellen.
Am 27. August diesen Jahres ist es soweit und ich verlasse good ol' Germany für satte vier Wochen, um meine Neugier zu stillen. Denn für einen Jungen, der selten seine Heimat verlassen hat (abgesehen von Kurztripps nach Holland und Hotelurlauben auf Mallorca) ist es schon etwas besonderes seine Zeit in der Ferne zu verbringen.
Aber fangen wir am Anfang an:
Mit Mangas und Animes eröffnete sich die Kultur meinen kindlich-naiven Augen, doch mit dem Alter kam das Interesse an anderen Dingen. Land und Leute, die Geschichte des Landes wurden wichtiger und ich fand viel gefallen an der Sprache.
Etliche Stunden zu Hause vor Büchern und einen VHS-Kurs später konnte ich sogar nach der Uhrzeit fragen, doch in der Endphase meiner Schulzeit war das Abitur wichtiger und so setzte ich einige Monate aus.
Jetzt fange ich wieder an, und diesen Lernprozess, sowie das drumherum meiner Reiseplanung schildere ich hier.
Denn zu der Rundreise mit einer Gruppe von Marco-Polo, habe ich das Glück Bekannte in Osaka zu haben, die mir angeboten haben, bis Ende Oktober bei ihnen zu wohnen. Und diese Zeit gilt es zu füllen.
Für Anregungen oder Hilfen bin ich immer dankbar.
Da es nun spät ist, beginne ich morgen mit dem ersten Eintrag.
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